„Zieh“ heißt das Kommando ...

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„Zieh“ heißt das Kommando ...

... und Emmi vom Therapiebegleithunde-Team Bettina Kernbichl zog Jan die mitgebrachte Socke aus. Zur sichtlichen Erheiterung aller Anwesenden (Jan gefiel das sogar am allerbesten) machte sich Emmi daran, ganz vorsichtig die Socke auszuziehen.

Jetzt haben wir mal mit dem Ende eines sehr erfolgreichen Nachmittages mit Bettina Kernbichl und ihrer Hündin Emmi begonnen.

Als die beiden ankamen, war als erster Philip dran. Emmi legte sich zu ihm auf den Tisch seines Schieberollis und modelte wie eine kleine Diva. Emmi war zum wiederholten Mal der Star in der K-Gruppe der LH Förderstätte Viechtach.

Bettina und Emmi haben ihre Prüfungen zum Therapie- und Begleithundeteam erfolgreich hinter sich. Jetzt erfreuen sie mit der tierischen Therapie auch hier die Menschen mit Behinderung. Neben dem Socken ausziehen zeigte uns Bettina noch weitere Spiele wie Würfelspiele oder wie die Teilnehmer aus Emmi spielerisch eine Zauberfee machen konnten. Das Therapiespektrum der beiden ist ziemlich umfangreich und trägt zu einer äußerst kurzweiligen Therapiestunde bei. Das habt ihr phantastisch gut gemacht – dankeschön!

Gleichzeitig war es für die Mitglieder von Rolli-Cam eine neue Herausforderung. Tier-Fotografie gelingt uns nur sehr selten. Dank Bettina und Emmi können wir diese Art der Fotografie auf spielerische Weise lernen und vertiefen.

Die Fotos aus diesem Nachmittag stammen aus den Kameras von Karoline Neumeier und Sebastian Kuffner. Dirk und Dieter lieferten ein paar making-of-Fotos.

 

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Plötzlich fährt die Angst mit

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Plötzlich fährt die Angst mit

Ursprünglicher Blog-Eintrag vom 05.12.2015  

Plötzlich fährt die Angst mit, so heißt der Titel meines heutigen Beitrages. Bisher haben wir in der gewohnten Umgebung der Förderstätte Viechtach fotografiert. Karo, Seba und Alex werden von Tag zu Tag selbstbewusster im Umgang mit den Kameras. Sehnsüchtig wurde ich wieder erwartet und voller Vorfreude. Am Mittwoch wurde ich gleich mal mit der neuen Galerie im Flur überrascht. Die ersten Fotos – geschossen von Karo, Alex und Seba – hängen als Portraits in einer mitwachsenden Galerie. Für den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung hatten wir alle trockenes und freundliches Wetter erhofft, die erste Foto-Tour im Stadtbereich war geplant. Mit allem was dazu gehört. Auch die Presse war dabei; Lisa von Viechtach Aktuell begleitete uns Fotografen auf dem Weg in Richtung Stadtplatz. Nach dem Gruppenbild vor dem Eingang ging es dann los. Schnell wurde allen bewußt, diese Herausforderung bringt uns an nicht geahnte neue Erfahrungen. Der Weg ist steil von der Förderstätte aus in Richtung Stadtplatz. Um ein vielfaches steiler für Alex, Karo und Seba mit ihren E-Rollis. Nicht nur weil die Strecke zu Beginn so steil war, nein das “Neue” und die Tatsache dass wir alle zu “behinderten Menschen” wurden ( sorry Raul Krauthausen, ich muss hier Deinen Begriff zitieren). Eine Mülltonne auf dem Gehweg, eine scharfe Kurve zum abgesenkten Gehweg und die daraus resultierende Steilkurve, ein in den Gehweg ragendes geparktes Auto, das Kopfsteinpflaster, die Enge der Gehwege…es waren so viele Behinderungen. Plötzlich fährt die Angst mit; alle waren gefordert. Dirk, Andrea und Andreas die Betreuer des Projektes seitens der Lebenshilfe als Assistenten, Lisa die Journalistin und ich. Alex, Karo und Seba fuhren auf völlig neuem und unbekanntem Terrain und sie haben es bewältigt! Nach ein paar hundert Metern war vom Gefälle beinahe nichts mehr zu spüren, zumindest nicht für uns Fußgänger. In den Rollis entwickelt sich jedes Loch in der Teerdecke, jeder fehlende Stein im Pflaster oder auch nur die Ritze zwischen den Steinen  zur Herausforderung. Die Federungen der Rollis leisteten phantastische Arbeit aber die plötzlichen Hindernisse im Fahrbahnbelag, der Steilheit des Geländes sowie die schrägen Absenkungen an den geplanten Übergängen führten zu Schrecksekunden bei den Fahrern. Kurz vor dem Friedhof ( der Weg führt nunmal dran vorbei) mussten wir alle auf die Fahrbahn! Der Gehweg ist in diesem Bereich sowieso schon ziemlich eng, aber eine Fahrt mit dem E-Rolli ist dort unmöglich – also rauf auf die Straße. Die Autofahrer waren sehr rücksichtsvoll und hatten allesamt für uns Verständnis. Das Ziel, den Stadtplatz von Viechtach haben wir aus Zeitgründen leider nicht geschafft. Dirk holte den am Stadtplatz geparkten Transporter und wir fuhren in zwei Gruppen vom Parkplatz an der Stadthalle wieder zurück. In den Räumen der Förderstätte konnten wir uns bis zur Abfahrt nach Hause wieder aufwärmen. Viele Fotos konnten wir nicht “schiessen”, wir alle waren mit den Behinderungen der Straßen und Gehwege beschäftigt. Schräglage im Rolli, dazu die Tatsache dass vor dem nächsten Foto der Motor gestoppt werden muss und dann den Auslöser drücken. Eine Meisterleistung! Karo hat uns über eine weite Strecke mit einem Video begleitet; dieses befindet sich noch im Schnitt und in der Bearbeitung – wird aber zeitnah hier nachgereicht. Selbstverständlich sind auch ein paar Bilder vom Mittwoch mit in der Galerie. Was haben wir, respektive ich aus diesem Nachmittag gelernt. Das nächste “outdoor-shooting” findet auf ebenen Flächen, Gehwegen oder Plätzen statt. Auch der Viechtacher Anzeiger berichtet heute auf der Titelseite, sowie auf der “Viechtacher-Seite” im Leitartikel. Einen Link zum Presseartikel findet ihr hier im Anschluss. Eine Frage von Alex hat mich doch beschäftigt: “Warum denkt niemand an uns Rolli-Fahrer?”

"Nicht der Rollstuhl, sondern Wege behindern” Fotoprojekt der Lebenshilfe… Leitartikel des Viechtacher Anzeiger vom 05.12.2015, geschrieben von Lisa Wieland und hier freundlicher Weise zur Veröffentlichung freigegeben. Lisa Wieland

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Barrierefreiheit am Stadtplatz Viechtach

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Barrierefreiheit am Stadtplatz Viechtach

Ursprünglicher Blogeintrag vom 18.04.2016

Lange mussten wir auf das passende Wetter warten bis wir unsere “Erkundungstour zur Barrierefreiheit am Stadtplatz Viechtach” fortsetzen konnten.  Am vergangenen Mittwoch war es so weit, die Sonne schien und wir alle fuhren mit dem Transporter der Lebenshilfe / Fördersätte Viechtach zum Stadtplatz.  Einige aus der Gruppe liessen es sich bei Kaffe und Kuchen gut gehen. Karo, Alex und Seba dokumentierten mit ihren Kameras die Gehwege sowie die Zufahrtmöglichkeiten zu den einzelnen Geschäften. Ganz besonders hervorzuheben ist der barrierefreie Eingang zur Tourist-Info im Alten Rathaus, dort findet sich auch die einzige Behinderten-Toilette im Erdgeschoss. Hier begannen wir unsere Tour; ich begleitete die drei E-Rolli-Fahrer mit “making-of” Bildern. Auf der Seite des alten Rathauses ist der Gehweg so breit ausgebaut, dass auch die Verkaufsstände nicht behindern. Am Ende der Parkplatzreihe findet sich eine Gehwegabsenkung – sehr erfreulich, da diese auch breit genug abgefräst wurde. Seht Euch einfach die Bilder an. Gleich gegenüber auf dem Kirchenvorplatz ist die Überfahrt ebenfalls abgeschrägt. Wenn keine Autos dort den Weg versperren kommst Du als Rolli-Fahrer auf der anderen Seite der Kirche zur nächsten Absenkung – hier geht es geradeaus in Richtung Schreibwarengeschäft. ACHTUNG: in diesem Bereich ist die Fahrbahn ziemlich breit und von beiden Seiten kommen Autos. Die Spielstraße reicht leider nicht bis zur Kirche bzw. zum Ende des Stadtplatzes. Vom Schreibwarengeschäft mit eigener Rampe über die dortige Stufe fahren die E-Rollis linksseitig auf dem Gehweg parallel zur bereits erwähnten Spielstraße. Auf dieser Seite sind wegen der alten Bausubstanz leider noch nicht alle Läden barrierefrei. Dafür wird den Rolli-Fahrern vom freundlichen Personal gerne bei der Überwindung der Stufen geholfen ( nicht vergessen: so ein E-Rolli wiegt gerne mal knappe 240 kg). Wir genehmigten uns vor der Rückfahrt im Strassencafé ein Eis und hatten allesamt viel Spaß an diesem Nachmittag. Schliesslich durften wir noch mit zwei Aufklebern darauf hinweisen, dass an manchen Stellen die Barrierefreiheit durchaus noch verbessert werden kann. Die abgefrästen Übergänge zur Barrierefreiheit am Stadtplatz Viechtach sind lobenswert, vielleicht könnten diese noch farblich markiert und für Sehbehinderte optimiert werden. Fortsetzung folgt….

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